Donauradweg-DillingDie Region der Deutschen Donau gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Süddeutschland. Europas zweitlängster Strom hat aber, neben den bezaubernden Flusslandschaften, auch jede Menge Kultur und sagenumwobene Geschichte zu bieten. Neben den klassischen Routen, stellen wir hier auch die verschiedenen Streckenabschnitte des Deutschen Donau Radwegs vor.

Start an der Quelle in Donaueschingen

Unter dem Motto „Wo ist die Deutsche Donau“ führt eine der Radreisen auf dem Donau-Radweg von der Quelle in Donaueschingen nach Donauwörth, das inmitten einer reizvollen Natur liegt. Als zweitgrößte Stadt des Schwarzwald-Baar-Kreises ist Donaueschingen gut mit der Bahn zu erreichen und somit ein perfekter Ausgangspunkt für diese Tour.

Donauquelle

Donauquelle – Quelle: Wikipedia

Am Anreisetag sollten sich alle Radreisenden genügend Zeit nehmen, um sich mit dem Ursprung der Donau auseinanderzusetzen und die Donauquelle im Schlosspark zu besichtigen. Nicht zu verfehlen, zwischen Schloss und Stadtkirche, entspringen hier die Wogen der jungen Donau aus einem in Stein gefassten Brunnen. Zwei Marmorfiguren, die Mutter „Baar“ und die „Tochter Donau“, zeugen an dieser Stelle von der Entstehung des Flusses. Bei der Quelle im Schlosspark von Donaueschingen handelt es sich um eine sogenannte Karstaufstoßquelle, die (vereinfacht dargestellt) größtenteils das Regenwasser aus dem Schwarzwald mit sich führt. Allerdings gibt es auch noch eine andere Theorie zur Entstehung der Donau: „Brigach und Breg bringt die Donau zuweg“ besagt ein Ausspruch und benennt diese beiden Quellflüsse als wahren Ursprung des Stroms. Erst wenn der Bach der jungen Donau mit den beiden Quellflüssen zusammenfließt, entsteht also die „richtige“ Donau. In jedem Falle hat das kühle Nass, so wie es hier in Donaueschingen aus der Erde sprudelt, traumhafte Auenlandschaften geformt, die den Donau Radweg zu einem der beliebtesten Radreise-Klassikern in Europa machen.

Karte

Imposante Kreidefelsen am Donaudurchbruch

Am folgenden Tag geht es auf dem Rad durch die sogenannte „Baar“ nach Mühlheim. Inmitten dieser einmaligen Landschaft zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald radelt man etwas weniger als 50 km Richtung Mühlheim. Die Route des dritten Tages verläuft durch das Donautal nach Sigmaringen. Highlight dieser etwa 45 km langen Strecke ist der Donaudurchbruch bei Beuron. Eingerahmt von den bis zu 200 m hohen Kreidefelsen führt das Flusstal durch die imposanten Jurakalk-Steinwände. Trotz der kleinen Steigungen kann man das spektakuläre enge Tal mit dem Fahrrad bequem durchqueren.

Zeugnisse der Keltenzeit

Der vierte Abschnitt des Donau Radweges steht im Zeichen der Archäologie. In Hundersingen wird das Heuneburgmuseum besucht, in dem zahlreiche Zeugnisse aus der Keltenzeit bestaunt werden können. Auf dem sogenannten „Archäologischen Weg“ führt es die Urlauber mit dem Fahrrad zum Ende des Tages nach Riedlingen. Hier kann die Heuneburg, eine der wichtigsten keltischen Siedlungen, besucht werden. Die erste Besiedlung fand hier in der Mittelbronzezeit zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert v. Chr. statt. Außerdem ist die Siedlung eine der zuerst schriftlich erwähnten Siedlungen nördlich der Alpen überhaupt. Ein Besuch im Museum lohnt sich also. Hier sind die Ausgrabungen mit allen wissenschaftlichen Hintergründen anschaulich dargestellt.

Nach der Übernachtung in Riedlingen wird die Radreise in Richtung Ulm fortgesetzt. Der Donauradweg wird kurz verlassen, damit das Tal der Donau bis Blaubeuren erkundet werden kann. In Blaubeuren erwartet die Radler ein Naturschauspiel der besonderen Art. Der kleine trichterförmige See strahlt wie ein blaues Tintenfass in der Sonne und ist die Quelle der 22km langen Blau, die nach 22 km in die obere Donau mündet. Die Quelle wird aus dem weitverzweigten Höhlensystem gespeist.

Höchster Kirchturm der Welt

Nach Besichtigung der berühmten Höhlensysteme in Blaubeuren führt der Weg in die Stadt Ulm, die aufgrund ihrer Lage in Schwaben und Bayern auch Doppelstadt genannt wird. Hier sollte man sich Zeit für einen Stadtrundgang nehmen, der auch die Besichtigung des höchsten Kirchturms der Welt und andere Höhepunkte beinhaltet.

Weiter führt die Deutsche Donau Radweg-Route ohne nennenswerte Steigungen nach Dillingen über Elchingen und Günzburg. Nach einer Übernachtung in der alten Residenzstadt Dillingen wird die Tour zum Zielpunkt Donauwörth fortgesetzt. Über Höchstädt mit dem Schloss Pfalz-Neuburg führt der Weg nach Donauwörth weiter durch die malerischen Donauauen. In der Altstadt von Donauwörth belohnen Sie sich für die Radreise am Fluss mit einem besonders guten Essen. Bei einem anschließenden Rundgang durch die Gassen von Donauwörth werden Sie auch die beschaulichen und gut erhaltenen Bürgerhäuser im Renaissancestil sehen.

Streckenvarianten an der Donauulm-donau

Neben dieser Route mit Ziel Donauwörth gibt es auf der Webseite des Radreiseveranstalters von Velociped, www.velociped.de, auch noch Informationen zu anderen Radreisen und Abschnitte auf dem Donauradweg. Mehrere Varianten stehen für einen Urlaub mit dem Rad zur Auswahl: zum Beispiel von der Quelle bis Regensburg – von der Quelle nach Ulm – von Ulm nach Passau – oder von Ulm nach Regensburg. Je nach Länge der Strecke variiert natürlich die Reisedauer. Die Tagesetappen können dabei ganz entspannt bewältigt werden. Bei Velociped erhält man rund um das Thema Radreisen entlang der Deutschen Donau umfassende Informationen. Das Team hält auch Tipps für die Anreise mit der Bahn bereit.